Che bello, asinello!
Iaah, das bin ich!
Regina. Ein asinello oder eben ein Eselchen, das toller nicht sein könnte: Wunderhübsch, in weißem Fell, 1,58m groß bis zur Ohrenspitze, liebenswürdig, bisweilen dickschädelig, mit einer grandiosen Stimme, die man weit über Colondello hinaus hören kann.
Colondello? Ein winzewinzekleines Dorf in Italien. Hier lebe ich und vertreibe meine Zeit mit Dingen, die mir Freude bereiten: Karottenfuttern, Staubbaden, die Gegend erkunden, mit meinen Freunden rumhängen. Oh ja, ich habe viele Freunde – Esel, Muli, Pferde, Schafe, Hühner, Katzen und Hunde. Und die Ziegenbande mit ihrem Anführer Heinz-Oliver. Coole Socke! Außer es geht um Karotten. Dann gibt’s Beef.
Und wir haben natürlich auch Personal. Hubert ist Hofchef – aber mal ehrlich, wer braucht einen Chef, wenn es eine Königin gibt? Und ich bin nicht nur eine – ich heiße auch so. Re-Dschii-na! Einmal sind wir ausgebüxt. Ein kleiner Ausflug, dachten wir. 20 Kilometer später wussten wir nicht mehr wie wir nach Hause kommen. Alte Geschichte. Machen wir nicht mehr.
Lisa und Jenny zeigen uns nämlich, was man als Esel wissen muss und sie wissen, was man als Esel am liebsten macht. Die zwei sind suuuper. Und dann gibt es die Daniela. Die hab ich als kleines Eselkind mit meiner zuckersüßen Frisur verzaubert. Seither macht die alles für uns. Sogar eine eigene Internetseite – ok, ein bisschen viel Reklame für meinen Geschmack, „Her mit den Karotten und los geht’s“ hätte gereicht. Aber Daniela organisiert auch unsere Wanderungen und schaut, dass es allen gut geht. Und das müsst ihr ja wissen.
Dann sind da noch all die tollen Helferinnen und Helfer, die Zäune reparieren, unsere Ställe sauber halten und mit uns spazierengehen. Und Emilio und Marco, sie versorgen uns mit allerfeinstem Heu und sind die besten Nachbarn der Welt.
Ach, genug gequatscht – packt eure Sachen und macht euch auf den Weg. Dann heißt es: Che bello, asinello!
A presto,
eure Regina


